Fair gehandelter Kaffee für den Vördener Tisch

Eine gute Tat hilft an gleich zwei Stellen

Marienmünster: Neben den Tees gehört der Kaffee zu den beliebtesten Getränken überhaupt. Denn schätzungsweise nehmen die Menschen weltweit täglich nahezu drei Milliarden Tassen davon zu sich. Dabei gilt vor allem der ohne Milch und Zucker verzehrte Trunk als gesund, weil er keine zusätzlichen Kalorien enthält.

Damit nun auch die Menschen, denen es zurzeit an allem Möglichen fehlt, in den Genuss dieses ebenso schmackhaften wie belebenden Getränks kommen, haben die in Kariensiek lebenden Elisabeth und Manfred Seifert dem Vördener-Tisch neun Kilogramm des schwarzen Muntermachers geschenkt. Im Detail sind das 36 Päckchen a 250 Gramm des „Original Fairtrade Coffee.“ Somit bekommen die Tisch-Kunden einen Kaffee, der biologisch angebaut und fair gehandelt wird.

Mit ihrer großzügigen Spende tun die Seiferts aber noch an einer weiteren Stelle Gutes, denn sie unterstützen nicht nur den Vördener-Tisch, sondern auch die Kleinbauernfamilien, die in den Ländern des globalen Südens erst mit der Unterstützung von Fairtrade unter menschenwürdigeren Bedingungen arbeiten können. Wie dieses Beispiel zeigt, kann man nicht nur zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, sondern auch mit einer guten Tat an mehreren Stellen etwas Sinnvolles bewirken.

Kaufen können Kaffeetrinker den biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee im Fairtrade-Shop der Abtei Marienmünster. Geöffnet hat er immer sonntags vor und nach der 9:00 Uhr- Messe und auf Anfrage.

 

© Text: Josef Köhne

Der Steinheimer Tisch hat einen weiteren Sprössling

Nach dem Nieheimer Tisch haben jetzt auch die Vördener eine Anlaufstelle für Bedürftige

Vörden: „Gott sei Dank hat es geklappt“, sagt Gaby Valentin und meint mit „es“ den Steinheimer Tisch, der es nun geschafft hat, nach der Nieheimer „Filiale“ auch in Vörden einen eigenen Tisch aufzustellen. Gestartet sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer am 7. Mai 2024. Bereits bei ihrer zweiten Ausgabe am 14. Mai 2024 können sie sagen, „dass das Ding läuft.“ Und es läuft deshalb gut, weil sich genügend Freiwillige gemeldet haben, die aus Vörden, Bredenborn, Sommersell und Steinheim ins katholische Pfarrheim gekommen sind, um beim Ausladen, Sortieren, Einpacken und Beschildern der Ausgabekisten zu helfen. Gestartet ist der nun Vördener Tisch mit 35 Familien. Nach einer Woche sind es bereits 56 Familien mit insgesamt 121 Personen. Dem Vernehmen nach und der Beobachtung zufolge, sind die am Tisch bedienten Menschen glücklich, denn sie bedanken sich höflich und ihre Augen leuchten. Was der „Tischmutter“ allerdings aufgefallen ist, ist die Herkunft ihrer Kunden. „Wir haben vorwiegend Syrer und Ukrainer“, berichtet Gaby Valentin und merkt an, dass sich bedürftige Deutsche ebenfalls gerne melden dürfen. „Wer in Not ist, der sollte sich nicht genieren und zu uns kommen“, sagt sie, „denn unsere Hilfe gilt allen Menschen.“

Ein kleines Problem haben die „Tischmütter und -väter“ allerdings noch. „Wir könnten einen größeren Raum gebrauchen“, sagt Udo Valentin und hofft diesbezüglich „auf die kreativen Einfälle der Vördener Bürgerinnen und Bürger.“ Das auch deshalb, weil sich das Fernsehen für die unermüdlichen Aktivisten interessierte.

„Tischler“ und „Kunden“ blieben auch dann noch gelassen, als man längere Zeit auf den Schlüssel für das Pfarrheim warten musste.
Obwohl die „tragenden Rollen“ den Ehrenamtlichen nicht immer leicht fallen, sind sie gut gelaunt bei der Sache
Mechthild Siekmann gehört zu den Menschen, die im Ehrenamt den Vördener Tisch decken

© Text und Foto: Josef Köhne

„Wir hoffen auf einen guten Start“

Das Team des Steinheimer Tisches hat Helferinnen und Helfer für Vörden gefunden

Marienmünster: „Wir wollen es versuchen“, teilen Gaby und Udo Valentin den Frauen und Männern mit, die am frühen Abend ins Pfarrheim nach Vörden gekommen sind. Der Versuch gilt erneut der Einrichtung eines von Steinheim aus geförderten Tisches für die in Marienmünster lebenden Bedürftigen.
Mehrfach hat das seit vielen Jahren vorbildlich agierende Team des Steinheimer Tisches bereits den Versuch unternommen, ebenso wie in Nieheim, auch in Vörden eine Ausgabe für Lebensmittel einzurichten. Gescheitert ist das Vorhaben bislang am fehlenden Personal. Da die in Marienmünster als bedürftig festgestellten 34 Familien (vier weitere hängen in der Warteschleife) jedoch in Steinheim endgültig von der Ausgabe ausgeschlossen werden müssen, haben sich insgesamt 11 Personen gefunden, die den Versuch eines eigenen Vördener Tisches wagen wollen.

Die Freiwilligen kommen aus Ovenhausen, Marienmünster, Sommersell und Steinheim. „Tragende Rollen“ werden der Ukrainer Leonid Zavadskyi und der Syrer Hosain Al Mohammed übernehmen. Die weiteren Helfer sind das Ehepaar Siekmann, das Ehepaar Ditte, Elisabeth Gorzolka, Monika Rasche und Ursula Bartsch-Haener. Den PC wird Frank Sauren aus Steinheim bedienen.

Die erste Ausgabe am Vördener Tisch ist für den 7. Mai 2024 in der Zeit von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr vorgesehen. Und wenn alles gut läuft, dann geht’s an den folgenden Dienstagen weiter.

Da die Lebensmittel in Vörden nicht kühl eingelagert werden können, werden sie jeweils unmittelbar vor der Ausgabe von Steinheim aus angeliefert.

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Sie planen wo, wie und wann der Vördener Tisch gedeckt wird: (v. l.) Gisbert Günther, Alfred Wegener, Gabriele Hofmann, Ursula Bartsch-Haener, Gaby und Udo Valentin, Monika Rasche, Hosain Al Mohammed und Leonid Zavadskyi.

© Text und Foto: Josef Köhne

Westfalen-Weser-Energie spendet 2000 Euro für den Steinheimer Tisch

Unternehmen nimmt gesellschaftliche Verantwortung für die Region wahr

Zum Jahreswechsel spendete die Westfalen-Weser-Energie 50.000 Euro an 22 ehrenamtliche Tische und Tafeln in seinem Netzgebiet, das sich über ganz Ostwestfalen und Teile Niedersachsens erstreckt. Zu den Adressaten gehört auch der Steinheimer Tisch, der sich über 2000 Euro freuen durfte.

„Der Steinheimer Tisch leistet für bedürftige Menschen wertvolle Arbeit,“ erklärte WW-Kommunalreferent Rüdiger Hölscher bei der Spendenübergabe im evangelischen Gemeindezentrum Steinheim. Auf solche Spenden ist der Tisch angewiesen, denn mit dem Geld werden vor allem nur kurz haltbare Lebensmittel zugekauft. „Das rein kommunale Unternehmen nimmt damit seine gesellschaftliche Verantwortung für die Region wahr,“ so Hölscher. Mit der Spende wollen man aber auch das unermüdliche und vorbildliche Engage-ment der Tischmitarbeiter unterstützen.

Der Steinheimer Tisch versorgt aktuell knapp 300 Haushalte mit insgeamt 500 Personen einmal die Woche mit Lebensmitteln. „Den Tisch gibt es seit zehn Jahren. Wir beobachten gerade in der letzten Zeit eine stetig wachsende Zahl von Personen, die auf kostenlose Lebensmittelausgaben durch Tische und Tafeln angewiesen sind,“ stellte Gaby Valentin vom Steinheimer Tisch fest. Die rund 14 Helfe-rinnen und Helfer des Steinheimer Tisch sind nicht nur für die Ausgabe (immer dienstags) zuständig. Sie organisieren auch die Lebensmittel, die sie von Lebensmittelmärkten abholen. Hauptlieferant ist derzeit das REWE-Zentrallager in Breuna.

Inzwischen wurde auch in der Nachbarstadt Nieheim ein Tisch ins Leben gerufen, der die Arbeit in Steinheim entlastet. Geplant ist auch für Marienmünster ein selbstständiger Tisch. Die ersten Gespräche sind bereits angelaufen. Neben dem Steinheimer Tisch haben der Höxter Tisch (2500 Euro) und die Speisekammer Bad Driburg (2000 Euro) Zuwendungen von Westfalen Weser erhalten.

Die Westfalen-Weser-Energie hat den Steinheimer Tisch mit 2000 Euro unterstützt. Damit können Udo und Gaby Valentin Lebensmittel zukaufen. rechts WW-Kommunlareferent Rüdiger Hölscher.

© Text und Foto: Heinz Wilfert

Im Schatten der Kirche gedeiht die Hilfsbereitschaft

Die Zeichen für einen Vördener Tisch stehen auf Positiv

Marienmünster (kö). 200 Lebensmittelkisten füllt das Team des Steinheimer Tisches an jedem Dienstag. 36 davon sind für 94 hilfsbedürftige Menschen in Marienmünster. Doch nun wird es den aktiven Helferinnen und Helfern langsam zu viel und sie wünschen sich nichts mehr, als dass sich nach der im Frühjahr 2023 vollzogenen Gründung eines Nieheimer Tisches auch ein Vördener-, Marienmüsteraner- oder Abtei Tisch bildet.

Um dieses Vorhaben möglichst noch im kommenden Februar auf den Weg zu bringen, hatte das Steinheimer Team um Gabriele und Udo Valentin zu einer Informationsveranstaltung ins Pfarrheim nach Vörden eingeladen. Gefolgt waren dem Aufruf rund 50 Personen, der überwiegende Teil davon Migranten und Geflüchtete. Wie der Tisch in Vörden organisiert, verwaltet, beliefert und betreut werden sollte, darüber informierten die Experten aus Steinheim so intensiv und ausführlich, dass im Ansatz Hilfswillige schon ein wenig nachdenklich wurden. Vor allem aber war es wohl die zu investierende Zeit, die bereits anderweitig engagierten Personen (Familie, Beruf, Vereine, Sozialarbeit) keinen Spielraum mehr übriglässt. Ein weiteres Problem scheint ein geeigneter Raum zu sein, denn das Angebot der Kirchenverwaltung, einen solchen im Pfarrheim anzubieten, schien bei den im örtlichen Kirchenvorstand mitarbeitenden Personen nicht unbedingt auf Gegenliebe zu stoßen. Geschlagen gibt sich Udo Valentin dennoch nicht. Er geht fest davon aus, ein fähiges und bereites Team aus mindestens acht Personen zusammen zu bekommen. Auch das Anmieten eines anderen Raumes hält er für möglich. Fünf Personen, so berichtete er, hätten bereits telefonisch bei ihm ihre Mitarbeit angekündigt. Außerdem wollen die Steinheimer auch weiterhin bei der Beschaffung der Lebensmittel und bei der Warenlieferung behilflich sein. Und es gibt eine hervorragend funktionierende WhatsApp-Gruppe, über die alle Informationen und Anfragen blitzschnell übermittelt werden.

„Auf den ersten Blick erscheint alles sehr kompliziert und aufwändig“, sagen die Tisch-Team-Aktivisten, „aber es ist wie beim Autofahren. Wenn man die Führerscheinprüfung erst einmal bestanden hat, geht plötzlich alles wie von allein.“ Gern gesehen sind im Hilfsteam kräftige Männer, Fahrer, Menschen mit Computerkenntnissen und Übersetzer, die der russischen oder arabischen Sprache mächtig sind.

Träger eines in Vörden aufgestellten Tisches würde die katholische Kirche. Über sie wären die Helfenden versichert und bekämen Unterstützende ihre Spendenquittungen.

Unermüdlich setzen sich Gaby Valentin, Udo Valentin und Annette Wiedemeier für gut funktionierende Tische und damit für hilfsbedürftige Menschen ein.

© Text und Foto: Josef Köhne

Der Platz ist da, es fehlen die „Helfenden Hände“

Das Team des Steinheimer Tisches sucht dringend Ehrenamtler für Marienmünster

Marienmünster: Der Name „Tafel“ ist als eingetragenes Markenzeichen durch die Tafel Deutschland e. V. rechtlich geschützt. Deshalb organisieren sich die ehrenamtlich Helfenden dort, wo es diese Tafel nicht gibt, an Tischen.

So z. B. am Steinheimer Tisch, der seit fast 20 Jahren Menschen ohne ausreichende Einkommen mit Lebensmitteln versorgt. Diese Menschen kamen und kommen zu großen Teilen auch aus Nieheim und Marienmünster. Nieheim unterhält mittlerweile mit Unterstützung der aktiven Steinheimer einen eigenen Tisch. Die Marienmünsteraner aber decken sich mit den notwendigen Lebensmitteln immer noch in Steinheim ein. Dort aber, so berichten die „Tischeltern“ Gaby und Udo Valentin, kommen wöchentlich mittlerweile 200 Haushalte. „Das ist von uns nicht mehr zu schaffen“, sagt Gaby Valentin und hofft darauf, dass es bald auch den „Vördener Tisch“ gibt.

Erste Gespräche haben bereits dazu geführt, dass die dringend benötigten Räume im katholischen Pfarrhaus zur Verfügung gestellt werden. Was nun fehlt, sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Natürlich muss man sich auch in diesem Geschäft einarbeiten“, sagen die Valentins, und bieten sowohl „erste Hilfe“ als auch „Praktikumsplätze“ an. Um den Bedürftigen in Marienmünster nun möglichst bald helfen zu können, bitten sie alle diejenigen sich zu melden, die Zeit und ein Herz für andere haben. (Die Ausgabe sollte immer Dienstags erfolgen)

Kontaktaufnahmen sind über Udo Valentin:

>Mobil: 0170 6636977<

>Tisch:05233 7020852<

>WhatsApp: +49 5233 7020852<

oder Marienmünsters Ordnungsamtsleiterin Katharina Rheker >05276 989820< möglich.

Weihnachten für alle 2023

Steinheim – Große Körbe mit Schokolade und Christbaumkugeln, kleine Kartons mit Lebkuchen und Marmelade, oder adventliche Kisten mit Mandarinen und Tannenzweigen: die Bürger der Großgemeinde Steinheim sind wieder aufgefordert adventlich dekorierte Pakete in der evangelischen Kirche abzugeben. (bitte keine alkoholischen Getränke)

Am 12. Dezember 2023 in der Zeit von 12:00 – 18:00 Uhr können alle Bürgerinnen und Bürger der Emmerstadt ihre oft weihnachtlich verpackten Päckchen in der evangelischen Kirche abgegeben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Steinheimer Tisches können dann alle Päckchen und Pakete so vorsortieren, dass für jeden ein passendes Paket bereitsteht, so dass auch die Großfamilien ein entsprechend großes Paket erhalten. Am 13. Dezember von 10:35 bis 14:00 Uhr ist dann die  „Bescherung“ in der evangelischen Kirche.

Das Steinheimer Tisch Team dankt allen, die ein Päckchen oder ein Paket stiften wollen: »Sie werden wieder große Freude auslösen!« denn nur durch Ihre Mithilfe kann dieses Projekt durchgeführt werden.

Die Aktion dient jedes Jahr dazu, auch jenen ein Weihnachten mit Festessen und Geschenken zu ermöglichen, die es sich schlicht nicht leisten können.

Hierfür sagen wir vielen, vielen Dank

Schon jetzt laden wir Sie wieder ein, wenn es Ende des Jahres heißt

Weihnachten für alle“, machen Sie mit …
… damit es in Kinderherzen Weihnachten wird!

 

Der Nieheimer Tisch legt los

In der Ausgabestelle Käsemuseum läuft alles nach Plan

Nieheim: „Es hat klappt hervorragend“, freute sich „Gruppenleiterin“ Brigitte Reineke bei der ersten Ausgabe des neu gegründeten Nieheimer Tisches, und Erwin Nowak lobte die Ruhe und den angenehmen Umgang, den Helferinnen und Kunden miteinander pflegten. Und tatsächlich scheint im Nieheimer Käsemuseum alles nach Plan und zur Zufriedenheit aller abzulaufen. Alles ist aufgeräumt und nirgends ist Hektik zu spüren.
Registriert wurden vom Tisch-Team am ersten Tag 56 Haushalte mit insgesamt 108 Personen. Bedient und informiert wurden diese von 15 Helferinnen und Helfern. „Als sehr hilfreich“, bezeichnete Christa Tomm die Anwesenheit und Unterstützung der Nieheimerin Olga Peters. Die gebürtige Ukrainerin spricht fließend deutsch, ukrainisch und russisch. Damit es zu keinen Spannungen und Rempeleien kommt, hat das Nieheimer Tisch Team eine einfache Regelung eingeführt. „Wir lassen im Abstand von 10 Minuten jeweils 10 Personen rein. Dann haben wir Junge und Alte jederzeit im Blick und können sofort beraten oder anderweitig weiterhelfen“, erklärte Erwin Nowak. Insgesamt, so die Meinung der ersten Nieheimer-Tisch-Gruppe, sei man angenehm überrascht und blicke ganz zuversichtlich und entspannt nach vorne.

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Mit der Unterstützung von Olga Peters (mitten) können sich Erwin Nowak und Olena Bacu sehr gut verständigen.

35.000 Euro für die Lebensmittelausgabestellen im Kreis Höxter.

Vereinigte Volksbank unterstützt Lebensmittelausgabestellen im Kreis Höxter mit großzügiger Spende

„Auch wenn sich in der Bank alles um den Euro dreht, ist es für uns als Genossenschaftsbank Tradition, das Gemeinwesen vor Ort zu fördern. Denn oftmals wird das von starkem Ehrenamt getragen, das auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Dazu gehören auch die Lebensmittelausgaben, die durch die weltpolitische Dynamik gerade in den letzten drei Jahren stark gefordert waren.“ betont Vorstand Birger Kriwet.
Corona und der Ukraine-Krieg haben vieles verändert. Die Anzahl der bedürftigen Menschen ist rasant gestiegen und über die letzten Jahrzehnte hat zugleich die Spendenbereitschaft abgenommen. „Ein Beispiel ist die Bäckerei-Branche, wo nur noch wenige große Bäckerstuben und Discounter den Markt beherrschen. Dies erschwert die Arbeit von uns Lebensmittelausgabestellen, die auf eine breite Unterstützung angewiesen sind, um Bedürftigen hier im Kreis Höxter zu helfen.“ erzählt Laureta Cabra, Hauptamtliche Koordinatorin vom Mittagstisch Warburg.

In Warburg und Rimbeck werden aktuell 550 Personen wöchentlich versorgt. Hinzu kommen 50 Familien aus der Ukraine, die ebenfalls Hilfe benötigen. Neben der regelmäßigen Versorgung mit Lebensmitteln werden zum Beispiel in Steinheim und Brakel auch Kleidung und Möbel angeboten. In Warburg und Rimbeck gibt es montags einen warmen Mittagstisch. Zudem können sich Kinder und Jugendliche mit Schulmaterialien eindecken. In Peckelsheim, eine Zweigstelle vom Willebadessener Korb, werden Spenden für die Ukraine gesammelt. Im April startet dort bereits der 8. Hilfstransport.

Neben der materiellen Unterstützung ist das Zusammenkommen in den Lebensmittelausgabestellen eine wichtige Stütze im Alltag für die Menschen geworden. Ein Treffpunkt zum Austauschen und der Geselligkeit, was zu Zeiten der Corona-Pandemie besonders gelitten hat. „Es geht darum, den betroffenen Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Geborgenheit zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind“, erzählt Carmen Watermeyer-Fels, die 1. Vorsitzende AWO, vom Lebensmittelkorb in Borgentreich.

Für die bärenstarke Arbeit, hat die Vereinigte Volksbank nun 7×5.000 Euro zugesagt, die an den Steinheimer Tisch, den Mittagstisch Warburg, der Speisekammer Bad Driburg, Tischlein „Deck dich“ in Brakel, Willebadessen Korb, Lebensmittelkorb Borgentreich und der neu gegründete „Nieheimer Tisch“ gehen.

Für die Förderung von sozialen aber auch kulturellen Projekten setzt die Vereinigte Volksbank neben dem Gewinnsparen, die Crowdfundingplattform „Viele schaffen mehr“ ein. Die Plattform wurde Oktober 2018 ins Leben gerufen und ist für die lokalen Vereine und karitativen Organisationen zu einem wichtigen Instrument geworden, um Spendengelder einzusammeln. Gerade für Projekte, die finanziell alleine nicht zu stemmen wären, können über „Viele schaffen mehr“ diese einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Einzelspenden werden von der Vereinigten Volksbank mit einem Co-Funding Beitrag bezuschusst. So werden aus vielen kleinen Spenden eine große Fördersumme, die dazu beiträgt, Projekte zu realisieren, die zuvor unmöglich gewesen wären. „In der Gemeinschaft sind alle Herausforderungen zu schaffen. Deswegen wird für uns als Genossenschaftsbank die Förderung von lokalem Gemeinwesen ein wichtiger Bestandteil bleiben“, ergänzt Vorstand Sascha Hofmann.

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Zur Spendenübergabe trafen sich v. l .n. r. Vorstand Sascha Hofmann (Vereinigte Volksbank eG), Ehrenamtliche Mitarbeiterin Gabriele Valentin (Steinheimer Tisch), Ehrenamtliche Mitarbeiterin Gabriele Elbrecht-Hülseweh (Tischlein Deck Dich in Brakel), 1. Vorsitzende AWO Carmen Watermeyer-Fels (Lebensmittelkorb Borgentreich), Hauptamtliche Koordinatorin Laureta Cabra (Diakonie Warburg), Ehrenamtlicher Mitarbeiter Paul Arens (Willebadessener Korb), Ehrenamtlicher Mitarbeiter Heinrich Lohre (Steinheimer Tisch), Ehrenamtliche Mitarbeiterin Kumarov Valentina (Steinheimer Tisch), Vorstand Birger Kriwet (Vereinigte Volskbank eG)

Weil Tische sich nicht selber decken

In Nieheim wollen Ehrenamtliche den Bedürftigen helfen

Nieheim: Dass viel Arbeit auf sie zukommt, wissen die Planerinnen und Planer des Nieheimer Tisches. Doch Angst macht ihnen das nicht. Denn Christa Tomm, Andrea Stamm, Brigitte Reineke, Florine Wendenburg, Christine Reineke, Erwin Nowak und Ludwig Berka haben sich gut vorbereitet und sie haben zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer an ihrer Seite.

Bei ihrem letzten Treffen im Katholischen Pfarrheim meldeten sich rund 30 Personen, die sich alle anfallenden Arbeiten am Nieheimer Tisch und rund um den Tisch herum teilen wollen. Dazu kommt die fachliche Beratung aus Steinheim vom erfahrenen „Tischvater“ Udo Valentin und vom Brakeler „Tischlein deck dich“ in der Figur von Michael Saalfeld.
Freuen konnte sich der Nieheimer Tisch zudem über drei Spenden in Höhe von insgesamt 2.700 €.

Überreicht wurden sie von Gabi Beckmann. Sie hatte das Geld vom Everser Adventskalenderhaus und von der Nikolausfeier dabei. Von der Bredenborner Gesundheitspraxis Andrea Müller kamen Sammlungen vom Yogakurs sowie von den Rauhnachtsmeditationen hinzu. Die dritte Spende steuerte Michael Saalfeld vom Brakeler „Tischlein deck dich“ bei.
An den Start geht das Nieheimer Hilfsprojekt am 21. März um 15:30 Uhr. Weiter geht’s danach jeden Dienstag von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Zur Organisation ist das Folgende zu sagen: Es sind drei Gruppen gebildet worden, in denen auch Übersetzer dabei helfen werden, die vorhandenen Sprachbarrieren zu überwinden.
Für die jeweiligen Gruppen beginnt die Arbeit an den Ausgabetagen um 13:00 Uhr. Sie endet voraussichtlich gegen 18:00 Uhr. Weitere Unterstützer sind immer herzlich willkommen.

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Sie wollen den Tisch gemeinsam decken: (v. l.) Michael Saalfeld, Erwin Nowak, Florine Wendenburg, Christine Reineke, Gabi Beckmann, Udo Valentin, Brigitte Reineke, Andrea Müller, Andrea Stamm, Christa Tomm und Ludwig Berka